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Wer sind wir?

stopantisemitismus.de ist ein bisher einzigartiger Zusammenschluss von bundesweiten Initiativen und Einzelpersonen gegen Antisemitismus: Lehrkräfte, Pädagogen und Pädagoginnen, Multiplikatoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter des Zentralrats der Juden und des Zentralrats der Muslime, zivilgesellschaftliche Akteure, Stiftungsvertreter und -vertreterinnen, Psychologinnen und Psychologen, Journalistinnen und Journalisten – eine Gruppe mit interreligiöser und transkultureller Kompetenz und langjähriger Erfahrung im Erkennen, Erforschen und Bekämpfen von Antisemitismus. Ins Leben gerufen wurde das Projekt im Mai 2018 von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Über einen Zeitraum von einem Jahr hat die Gruppe die Inhalte für diese Website erarbeitet – mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft für alltäglichen Antisemitismus zu sensibilisieren, zu informieren und Hilfestellung zu bieten.

Was wollen wir erreichen?

Antisemitismus geht uns alle etwas an.

Kein judenfeindlicher Satz darf unkommentiert bleiben, die Verwendung von „Jude“ als Schimpfwort darf nicht ignoriert werden.

stopantisemitismus.de unterstützt Zeugen und Zeuginnen, Unbeteiligte und Betroffene antisemitischer Vorfälle sowie Menschen, die sich einbringen wollen, aber bisher nicht wissen, wie, und wo sie Unterstützung finden. Auf unserer Website finden Sie Informationen, Handlungsempfehlungen und Argumentationshilfen gegen antisemitische Äußerungen und Übergriffe – ob im Bus, auf dem Schulhof, auf dem Fußballplatz, im Internet oder unter Freunden, Kolleginnen und Kollegen.

stopantisemitismus.de erklärt anhand Dutzender Zitate und Szenen aus dem deutschen Alltag: Was ist an diesen Äußerungen problematisch? Wie kann man in dem Moment reagieren? Und wer hilft mir dabei?

Woher kommen unsere Fälle?

Unsere Fälle stammen aus dem Alltag in Deutschland. Unsere Expertinnen und Experten haben sie zusammengetragen und analysiert. Es handelt sich um konkrete Aussagen und Szenen, die wir anonymisiert haben. Sie stammen nicht von Rechtsextremen. Es sind Äußerungen von Lehrerkräften, Polizistinnen, Angestellten, Schülerinnen, Stiftungsmitarbeitern, von Menschen aus gutbürgerlichen Kreisen, von Rentnern und Vereinsmitgliedern. Sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft und zeigen, dass antisemitische Äußerungen und Vorurteile kein ausschließliches Phänomen des rechten Randes sind, sondern auch unter uns weit verbreitet.

Was kann unsere Website leisten?

Eine Website kann nicht die persönliche Auseinandersetzung ersetzen, die es braucht, um antisemitische Einstellungen zu ändern. Doch sie kann Anlaufstelle für jene sein, die Haltung zeigen wollen. Sie kann informieren und für antisemitische Äußerungen sensibilisieren.

Mit einer umfangreichen Datenbank bietet stopantisemitismus.de hilfreiche Kontakte bei antisemitischen Vorfällen, Anlaufstellen für Workshops, Fortbildungen, Seminare für Lehrkräfte, Jugendliche, Eltern und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Zusätzlich finden Sie auf stopantisemitismus.de eine Liste von Websites und Publikationen, die helfen, Antisemitismus zu erkennen und aktiv gegen ihn vorzugehen.

Was ist mit Antisemitismus gemeint?

Wir richten uns bei der Definition von Antisemitismus nach der Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die von 31 Staaten, seit 2017 auch von der Bundesregierung, angenommen wurde:

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen und religiöse Einrichtungen. Erscheinungsformen von Antisemitismus können sich auch gegen den Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, richten. Allerdings kann Kritik an Israel, die mit der an anderen Ländern vergleichbar ist, nicht als antisemitisch betrachtet werden…“

Den vollständigen Text der Definition lesen Sie hier: International Holocaust Remembrance Alliance

Beteiligte Experten

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Hamburg

Vertreter: Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender, und Dr. Nina Smidt, Bereichsleiterin für Internationale Planung und Entwicklung

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Sarah Levy

freie Journalistin, Hamburg

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Giovanni di Lorenzo

Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, Mitherausgeber des Tagesspiegel, Kuratoriumsmitglied der ZEIT-Stiftung

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Louis Lewitan

Lewitan Coaching und Consulting, ZEIT-Autor, Kolumnist und Buchautor, München

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Jüdisches Museum Frankfurt

Vertreter: Manfred Levy, Projektleiter Bildung und Lehrer

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KIgA Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. V., Berlin

Vertreter: Derviș Hızarcı, Vorstand, und Aycan Demirel, Direktor

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Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main

Vertreterin: Deborah Krieg, stellvertretende Leiterin, und Saba-Nur Cheema, Leiterin pädagogische Programme

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Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment / OFEK Beratungs- und Interventionsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung (ZWST), Berlin

Vertreterin: Marina Chernivsky, Psychologin und Leiterin des Kompetenzzentrums

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Projekt „Junge Muslime in Auschwitz“ Jungs e. V., Duisburg

Vertreter: Burak Yilmaz, Pädagoge

Bundeszentrale für politische Bildung

Vertreter: Dr. Hans-Georg Golz, Leiter Fachbereich Print der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn

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Zentralrat der Juden

Vertreterin: Sabena Donath, Leiterin Bildungsabteilung, Diplompädagogin, Frankfurt

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Zentralrat der Muslime

Vertreter: Said Barkan, Hessischer Landesvorsitzender des Zentralrats und Rechtsanwalt, Frankfurt

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step21 Initiative für Toleranz und Verantwortung

Vertreterin: Dr. h. c. Sonja Lahnstein-Kandel, Gründerin, Hamburg

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Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt am Main

Vertreterin: Prof. Dr. Julia Bernstein, Sozialwissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt Antisemitismus und jüdische Identität in Deutschland als Migrationsland

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Technische Universität Berlin

Vertreterin: Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel, Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin, Leiterin der kognitiven Medienlinguistik

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Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin

Vertreter: Prof. Dr. Uffa Jensen, stellvertretender Leiter

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Dr. Felix Klein

Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Berlin

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